Aachener Printen – Das besonderer Weihnachtsgebäck

Weihnachten ist die Zeit der Lebkuchen, Dominosteine, Christstollen und selbstgebackenen Plätzchen. Aber auch die Aachener Printen mit ihrem würzigen Geschmack haben ihren festen Platz auf den Weihnachtstellern der Deutschen.Burning lantern

Die ersten Printengebäcke stammen wohl aus dem belgischen Dinant. Dort werden schon seit ungefähr 1000 Jahren Gebildegebäcke hergestellt, oftmals mit religiösen Motiven. Eingewanderte Kupferschläger brachten die Printentradition dann im 15. Jahrhundert mit nach Aachen.

Die Aachener Printen gibt es in verschiedenen Varianten. Die traditionellste Form sind die normalen Kräuterprinten. Beliebt sind auch die Schokoprinten, bei denen die Printe mit vorzugsweise dunkler Schokolade überzogen wird. Ebenfalls erhältlich sind Aachener Printen mit Mandeln und Nüssen, mit Marzipan und mit Zuckerglasur.

Printen – Süßer Kräutergeschmack mit viel Tradition

Die Aachener Printen werden im Gegensatz zu Lebkuchen mit Zuckerrübensirup gesüßt und nicht mit Honig. Neben Zuckerrübensirup werden die Printen mit einem Kräutermix an Koriander, Piment, Anis, Nelken, Kardamom, Zimt, Ingwer und Orangeat gewürzt, um ihnen den unverwechselbaren und süßen Kräutergeschmack zu verleihen. Früher wurden die Printen ohne den Zusatz von Backtriebmitteln gebacken, somit blieben die Formen erhalten und Figuren waren erkennbar. Allerdings wurden die Printen dann auch sehr hart. Seit man als Backtriebmittel auf Pottasche und Hirschhornsalz zurück greift, hat sich die heutige Printenform entwickelt. Die heutigen Schnittprinten haben eine weichere Konsistenz und bleiben lange frisch. Lagert man die Printen nach dem Backen etwas, entfalten die enthaltenen Kräuter ihren vollen Geschmack.

Besondere Verwendungen für die Printen

Im Aachener Großraum sind Printen sehr beliebt als zusätzliche Zutat zur typisch rheinischen Sauerbratensoße, um dieser ein wenig Süße zu verschaffen. Ebenfalls zu Wildbraten sind die Aachener Printen sehr beliebt. Wer Printen mag, sollte diese traditionellen Rezepte durchaus einmal probieren.

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